Ostseebad Sellin

Geschichte Sellins

Das Ostseebad Sellin wurde 1295 als Zelinische beke erstmals urkundlich erwähnt. Über die Jahrhunderte gehörte das Dorf zur Grundherrschaft der nachmaligen Fürsten zu Putbus. Seit 1880 entwickelte sich das Dorf rasch zu einem mondänen Badeort. 1912 erfolgte der Bau der evangelischen Gnadenkirche.

1953 erfolgte wie in anderen Ostseebädern im Gebiet der DDR auch die „Aktion Rose“, die auf die Enteignung privater Hotel- und Pensionsbesitzer abzielte und für fast 40 Jahre zu grundlegenden Änderungen der Eigentumsstruktur führte. 1960 brannte die Gnadenkirche zum Teil ab.

Nach der politischen Wende des Jahres 1989 wurde die Bausubstanz des Ortes in weiten Teilen erneuert. 1992 wurde die Seebrücke Sellin wieder errichtet.

Seebrücke Sellin

Die Seebrücke Sellin ist mit 394 Metern Länge die längste Seebrücke der Insel Rügen.

Eine erste Seebrücke war in Sellin bereits 1906 entstanden. Nach einem Brand des Brückenkopfes im Jahr 1920 machte sich jedoch ein Neubau erforderlich. 1925 entstand die Seebrücke neu. Sie wies eine Länge von ungefähr 500 Metern auf. Bei schwerem Eisgang im Winter 1941/42 wurde jedoch auch diese Brücke weitgehend zerstört. Das unzerstörte Brückenhaus blieb jedoch zunächst erhalten. In den 50er bis 70er Jahren des 20. Jahrhunderts befand sich hier ein beliebtes Tanzlokal. In der Zeit der DDR wurde jedoch die Bausubstanz des Gebäudes vernachlässigt. 1978 musste der marode Brückenkopf samt Aufbauten abgerissen werden.

1991 besuchte Bundespräsident Richard von Weizsäcker Sellin und verband damit die aktive Unterstützung des Wiederaufbaus. Am 27. August 1992 begann nach der Wende der Wiederaufbau in mehreren Abschnitten und nach Vorbildern der Bauten von 1906 und 1925. Am 20. Dezember 1997 wurde symbolisch das Band zur bautechnischen Übergabe vom Selliner Ehrenbürger Hans Knospe durchschnitten. Die offizielle Eröffnung des neuen Brückenhauses samt Gastronomie fand am 2. April 1998 statt.

Quelle: de.wikipedia.org